EAM#34: Produzierende Industrie - Warum funktioniert Enterprise Architecture hier anders?
Shownotes
Nach zwei sehr AI-lastigen Monaten wechseln wir im Oktober bewusst die Perspektive und schauen uns an, wie unterschiedlich Enterprise Architecture je nach Industrie wirken muss.
Zum Auftakt geht es um die produzierende Industrie:
- Warum Business Criticality im Manufacturing sehr schnell physisch wird
- Unterschiedliche Lebenszyklen von Maschinen und Software
- Warum das Produkt oft der eigentliche rote Faden durch die Architektur ist
- Zentrale Standards versus lokale Freiheit in einzelnen Werken
- Warum Komplexität häufig mehr kostet als die eigentliche Software
- Welche Rolle EAM zwischen Business, Produkt, Daten, Anwendungen und Produktion einnimmt
Die zentrale These:
Enterprise Architecture ist vielleicht in ihren Methoden branchenneutral. Ihre Wirkung ist es nicht.
Der deutschsprachige EAM Podcast, überall wo es Podcast gibt.
Freue mich auf Dein Feedback, gerne jederzeit direkt auf https://eam.podigee.io/ oder direkt www.linkedin.com/in/david-hohl
David Hohl
Möge die Enterprise Architecture mit dir sein.
Transkript anzeigen
00:00:04: Architektur entscheidet.
00:00:06: Über Komplexität, über Kosten, über Steuerbarkeit.
00:00:09: Ich bin David Hohl und heiße Dich herzlich willkommen.
00:00:12: bei Enterprise-Architektura wirkt.
00:00:14: Der Podcast zu ERM Servus grüßt ich und herzlich Willkommen zur neuen Folge.
00:00:25: Also der August und des September die waren sehr eilastig.
00:00:30: Jetzt wechseln wir mal bewusst die Perspektive weg von einer Technologie und hin zu den Industrien in denen Enterprise-Architektur wirken muss.
00:00:42: Die letzten zwei Monate waren, na ja wie soll ich sagen schon ziemlich voll mit EI.
00:00:49: Im August ging es stärker um die Grundlagen also was Kosten angeht, Architekturen, wir haben über Agents gesprochen noch ein nöcher Governance.
00:01:01: Im September sind wir dann stärker in die Organisations eingegangen und haben halt um.
00:01:06: welche Entscheidungen darf EI treffen, wie viel darf beziehungsweise muss sie über das Unternehmen wirklich wissen.
00:01:13: Und was passiert wenn Asians Aufgaben vom Mitarbeit übernehmen?
00:01:17: Wenn ich diese zwei Monate auf ein Gedanken reduzieren müsste ... Was kommt denn raus?
00:01:25: Wie bekomme ich eine neue Technologie in einem Unternehmen ohne irgendwann die Steuerbarkeit zu verlieren.
00:01:33: Das war auch einer der Grundsatzfragen, wie ich damit euch angefangen habe mich damit zu beschäftigen und diese ganzen Podcast-Folgen vorzubereiten Und es waren in so einem neuen Folgen.
00:01:47: das ist schon eine große Menge wenn es hier nur um eine Technologie geht.
00:01:53: Ich möchte nochmal einen kurzen Blick auf die Folge thirty-three werfen.
00:01:58: Die letzte Folge war für mich bewusst ein bisschen anders.
00:02:01: Ich wollte unbedingt etwas mit Ethik machen, bin einfach so ein bisschen hin und her gerissen was wir der EI jetzt tun möchten und wo die Reise auch hingeht.
00:02:13: Gerade im Umfeld von einer Arbeitswelt sehe ich das immer sehr häufig und wo halt Ethik-Mitarbeiter Agents und Verantwortung aufeinander treffen.
00:02:25: Das Ganze ist natürlich kein Modell oder so und ich habe da eher Gedanken gegeneinander gestellt, mich auch ein bisschen selber provoziert.
00:02:33: Teilweise sehr tiefen Sarcasus- und schwarzen Humor mit eingebaut und geschaut wo man eigentlich landet.
00:02:40: Also vielleicht ganz wichtig.
00:02:41: das ist also was es nicht war.
00:02:45: Es ist keine Methode oder sonst was in einer Lehrfahrt.
00:02:49: Ich wollte einfach so ein bisschen Gedanken spielen machen.
00:02:51: Sondern abgesehen davon war die Idee, lass uns mal in einen Topf greifen und schauen was da alles drinnen ist.
00:03:00: Ich finde solche Folgen zwischendurch auch wichtig und nicht jeder Gedanke muss schon für mich fertig sein.
00:03:07: das schnürt sich so auch ein bisschen und gerade bei EI und Ethik sind wir wahrscheinlich alle noch ziemlich am Anfang oder beziehungsweise vor dem Anfang Und nach zwei Monaten EI möchte ich im Oktober deshalb einmal wieder einen komplett anderen Blick auf die wundervolle Enterprise-Architektur werfen.
00:03:35: Ja, was machen wir denn in Oktober?
00:03:39: Ich habe mir mal die Frage gestellt – Was macht eine Industrie mit Enterprise Architekturen eigentlich?
00:03:48: Die Methoden von Enterprise Architekturen sind ja eigentlich sehr stabil und die Dinge, auf die ich achten muss, verändern sich je nach Industrie aber sehr massiv.
00:03:59: Deswegen dachte ich mir im Oktober möchte ich unterschiedliche Industrie nochmal betrachten.
00:04:04: Nicht mit dem Anspruch, ich erkläre jetzt diese Industrie sondern eher was verändert die Industrie an meiner persönlichen Arbeit als Enterprise Architekt?
00:04:16: Ich bin ja Dienstleister und habe dadurch über die Jahre ziemlich unterschiedliche Unternehmen gesehen.
00:04:23: Natürlich nicht die Industrie gleich tief.
00:04:25: Ich glaube, der eine oder andere will ich auch nie wieder so tief oder überhaupt tiefer anschauen weil das sind Grundsätze.
00:04:33: Nein da gehen wir gar nicht tief ein.
00:04:36: aber genau dadurch erkennt man irgendwann dann Muster.
00:04:39: welche Probleme tauchen überall auf und andere funktionieren nur in einem bestimmten Umfeld und umgebung.
00:04:48: Somit meine Sicht darauf für den Oktober.
00:04:51: Es wird eher so in die Richtung sein.
00:04:54: Also Capability, Maps funktionieren natürlich überall.
00:04:57: Application und Data haben wir ja überall den TCO sowieso.
00:05:01: Governance brauchen wir sowieso aber die Gewichtung verändert sich halt komplett.
00:05:07: Die Kritikalität bedeutet plötzlich etwas anderes.
00:05:11: Lebenszyklen verändern sich genauso wie Abhängigkeiten und Geschwindigkeiten.
00:05:17: Ich möchte im Oktober also weniger erklären über wie eine Industrie funktioniert.
00:05:23: Ich möchte dir zeigen, was eine Industri mit Enterprise-Architektur macht und anfangen möchte ich dort wo ich selbst sehr viel Berührung habe und wo auch einer meiner Herzblut Themen pulsiert bei den produzierenden Unternehmen.
00:05:45: Kapitel eins am Ende muss etwas rauskommen.
00:05:50: Manufacturing unterscheidet sich von vielen digitalen Unternehmen durch etwas ziemlich banales, wie ich finde.
00:05:59: Am Ende muss tatsächlich etwas produziert werden – das hocht sich ein bisschen sehr banal an ist aber so und irgendwann reicht es halt nicht mehr, dass ein Prozess im System grün ist Fein läuft.
00:06:18: Eine Maschine muss halt einfach laufen und das ist halt auch auf die Füße sieben.
00:06:22: Und es muss was produziert werden, ein Teil unserer Produktkette.
00:06:28: und genau dadurch werden halt gerade Architektur Entscheidungen sehr schnell physisch und dass es hebt sich auch komplett ab von anderen Industrien.
00:06:38: Wenn irgendwelche Backoff Systeme kurz einfach nicht funktionieren dann ist es halt bisschen unangenehm.
00:06:44: check aber wenn die Produktion Still steht, dann haben wir ganz andere Diskussionen.
00:06:49: Echt wahr?
00:06:51: Damit verändert sich etwas.
00:06:53: Gerade die Avivabilität bekommt ein anderes Gewicht und vor allem die Resilien zu hoch.
00:06:59: Resilie-Denz wussten das verwirrt hat auch eine andere Sicht.
00:07:04: Wartungsfenster werden plötzlich super interessant denn Minute Stillstand bedeutet folgende Kostüm klarerweise und selbst Software Releases kann eine Produktionsentscheidung werden.
00:07:21: Und ja, genau vielleicht noch was auch Interessantes gerade im Manufacturer-Umfeld diese sogenannten im Amnisen ERP Updates am Wochenende.
00:07:33: Die klingen am Anfang ein bisschen harmlos aber wenn ein Werk rund um die Uhr produziert wie es sehr viele machen dann gibt's eigentlich kein Wochenende.
00:07:41: Genau da merkt man, dass eine technische Entscheidung irgendwann im Business landet.
00:07:47: So mit Business-Kritikalität oder Business-Criticality – wenn wir am Englischen bleiben wollen jetzt in dem Kontext – wird im Manufacturing sehr schnell physisch aus meiner Sicht und dann kommt ein Problem dazu.
00:07:59: Und zwar sind es die Dinge, die ich da miteinander verbinde leben komplett unterschiedlich lange Kapitel.
00:08:14: zwei, die Maschine interessiert dein Live-Circle Management nicht.
00:08:21: Im Infactoring habe ich gelernt Treffen Lebenszyklen aufeinander, die überhaupt nix miteinander zu tun haben.
00:08:30: Eine Maschine kann natürlich zwanzig Jahre und länger stehen in einer Produktionskette, die irgendwas stampft und tut und macht und lebt.
00:08:39: Die Software war dahinter hinter dieser Maschine, die lebt deutlich kürzer.
00:08:45: Und die Betriebssysteme, die kommen und gehen.
00:08:48: Nehmen wir uns nur das an... Jetzt haben wir Windows... Ich bin kein Windows-User, komme ich gerade drauf!
00:08:57: Aber der weiß schon, da haben wir ganz andere Probleme.
00:09:00: Wobei, ich habe gehört, die Deutsche Bahn hat noch immer Windows' unvornehmtigen Einsatz.
00:09:04: Weiß nicht ob das ein Mythos ist oder eine Legende?
00:09:08: Hersteller stellen halt Produkte ein und gerade die Security Anforderungen verändern sich.
00:09:14: Und was secured ist, das eine aber natürlich auch die relatorischen Anforderungen.
00:09:20: Schnittstellen werden halt irgendwann zu einem Problem werden weil sie nicht mehr zusammenhängend funktionieren operieren können da sich die Software immer so schnell verändert oder gerade mit neuen Systemen nicht mehr mit den alten kompatibel ist.
00:09:33: Die Maschine selbst kann dabei noch hervorragend funktionier'n Aber oft wird's sie dann ja eingestampft.
00:09:39: Eine typische Situation, die ich auch schon öfters gesehen habe.
00:09:43: Dass halt irgendeine Produktionsanlage irgendwo steht.
00:09:45: Das Ganze ist auch wirtschaftlich sehr gut aufgestellt Die Produktion läuft vielmehr.
00:09:51: Aber was das ist?
00:09:52: Niemand will da irgendwas verändern oder setzen.
00:09:55: Aber Technisch schenkt halt irgendwo etwas dran, dass eigentlich seit Jahren tot ist und dann kommt natürlich... ...das müssen wir ablösen!
00:10:03: Ja ja ja nur der Baschine halt auf gar keinen Fall anfassen weil das Ding läuft.
00:10:07: ja Und genau entsteht halt wieder eine technische Schuld.
00:10:11: Nicht immer, weil früher es gleich schlecht entschieden wurde sondern einfach weil teilweise einfach mehr Zeit vergangen ist.
00:10:20: und vielleicht noch eins zwei miteinander verbunden Technologien haben komplett unterschiedliche Lebenserwartungen.
00:10:28: Deswegen ist auch so meine Perspektive wenn ich mal drauf schaue.
00:10:32: für mich ist die Frage dann nicht sofort wie geht das Ding da weg?
00:10:37: Sondern Wie lange wollen wir damit leben?
00:10:40: Und wie kapseln wir das Risiko, wie minimieren wir es auch am Ende des Tages und wie bekommen wir weiterhin die Daten heraus, die über was man halt brauchen.
00:10:50: Letzteres und wann gibt das Verhältnis zwischen den Nutzen und dem Aufwand?
00:10:58: Sobald ich über diese Datensprecher lande, ich ziemlich schnell bei einer der wichtigsten Objekte im Manufacturing beim Produkt selbst.
00:11:12: Kapitel drei, das Produkt zieht sich überall durch wie ein roter Faden.
00:11:19: Im Infactoring sollte ich Architektur so häufig vom Produkt her denken und nicht von den Anwendungen.
00:11:25: Hab mir jemals mal jemand gesagt!
00:11:28: Und zwar fange da am besten an... Also ein neues Produkt entsteht halt irgendwo in der Entwicklung.
00:11:37: Gibt es eine Abteilung die das macht heute?
00:11:39: Und irgendwann muss es aber vollständig produziert werden und danach auch natürlich verkauft werden.
00:11:45: Und später vielleicht muss es natürlich irgendwie gewartet werden, wenn es ein elektronisches Produkt ist oder ein technisches Produkt oder repariert wird.
00:11:53: Gerade das Produkt bewegt sich also durch einen großen Teil des Unternehmens und es gibt manche Manufacturing-Unternehmen wo der selbe Produkt mehrfach um die Welt reißt.
00:12:06: Ich glaube mich hier rauslehnen zu können.
00:12:11: Levels macht, dass eine Gene habe ich mal gelesen.
00:12:16: Einmal die Welt umreist und produziert zu werden, bin mir nicht sicher.
00:12:21: Ich muss das nochmal recherchieren.
00:12:22: Es ist in der Tat so.
00:12:24: Bei Levels gibt es... Ist das wirklich sogar belegbar was ich so gelesen hab jetzt hier?
00:12:30: Also bei der Fünfhundert-Einzer, meine Lieblings-Gene im Bei ohne zu machen, da ist wirklich so, dass die Produktionsstruktur mit Baumwolle aus mehreren Ländern kommt und die Verarbeitung etwa in China, Pakistan und das Finishing danach in Mexiko, Haiti, Ägypten oder auch in der Türkei, Bangladesh.
00:12:49: Und anschließend weiter.
00:12:51: Interessporturen habe ich jetzt les' ich halt hier gerade heraus und es gibt sogar einen dokumentierten Levels fünfundfünfziger Fall bei dem eine Jeans aus Lesotho... Was ist denn das?
00:13:02: Lesotha?
00:13:03: Ah, Lesothau wahrscheinlich über.
00:13:06: Keine Ahnung wo das ist aber ... über die USA wieder nach Südafrika gelangte und dabei ... ... mit der Umwege von sich machte.
00:13:16: Ob das jetzt alles hundertprozentig korrekt ist oder nicht auf dem Punkt ist, viele Produkte nehmen eine lange Reise auf sich um wirklich fertig produziert zu werden Und das ist ja nur eine.
00:13:31: auch Airbus produziert, glaube ich Teile in Hamburg und wird danach irgendwie sehr irgendwo zusammengebaut.
00:13:38: Ist jetzt nicht die große Strecke.
00:13:39: dennoch wurden wird dafür ja auch ein großes Flugzeug gebaut oder Flugzeug gebaut worden.
00:13:46: Also dafür ist ein großer Flugzeug gebaute Gremant-Board raus.
00:13:48: Irgendwie so wie heißt es?
00:13:50: Der komische war all da wo immer die ganzen Flugzeugteile rein gepackt werden und dann nachher nur aus einem Grund von A nach B geschippert werden.
00:13:59: Jetzt bin ich ein bisschen abgetriefert, aber wenn halt ein Produkt sich etwas ändert bleibt die Änderung selten irgendwo isoliert.
00:14:06: Möglich müssen mehrere Bereiche davon wissen und wenn einer von einem anderen Stand arbeitet dann wird das als superspannend.
00:14:17: Ein Beispiel ist halt, wenn man eine neue Variante produziert oder einen anderes Bauteil und dann die technische Eigenschaft dabei verändert Das sind kleine Veränderungen, aber im schlimmsten Fall führt das dazu dass... ...das was Falsches bestellt werden muss oder bestellt wird.
00:14:35: Das Ganze wird danach nochmal falsch kommuniziert oder sogar dann halt falsch produziert und deshalb interessiert mich an der Stelle auch weniger.
00:14:45: haben wir da jetzt ein PLM ERP oder ein PIM.
00:14:48: Das ist schön zu wissen!
00:14:50: Mich interessiert dann eigentlich viel mehr wo entsteht diese Information?
00:14:53: Und wer darf sie verändern und wer braucht sie danach?
00:14:58: Und wo gibt es möglicherweise zwei Wahrheiten?
00:15:03: Ich habe schon mal in Folgen und Folgen darüber gesprochen, wenn ich recht im Sinne.
00:15:07: Ja klar!
00:15:09: Genau, bei Data Entities haben wir darum geritten, wie gerecht, Produktmaterial Assets und ähnliche fachliche Informationen sind hier keine akademischen Konstrukte.
00:15:21: Aber ich war einmal die Kernbotschafter dahinter.
00:15:25: Sie haben nämlich alle eine reale Wirkung.
00:15:27: Und jetzt wäre das alles schon kompliziert genug, wenn jedes Werk exakt gleich funktionieren würde.
00:15:35: Das tut's aber leider nicht.
00:15:42: Kapitel vier Jedeswerk hat seine eigene Geschichte.
00:15:46: Viele manufacturing Landschaften sind nicht geplant entstanden und das hat mehrere Gründe und zwar sie sind halt organisch gewachsen oder anorganisch unterschiedliche werke haben halt unterschiedliche industrien.
00:16:06: und diese historien die industrie habe ich gesagt ist historien wollte ich sagen.
00:16:14: aber die haben natürlich auch unterschiedliche maschinen.
00:16:17: es werden andere produkte eingesetzt und auch oft entwickelt oder produziert so und die verantwortlichkeiten sind auch unterschiedlich.
00:16:27: Zusätzlich, gerade bei Werken werden die halt oft dazu gekauft.
00:16:31: Keiner will immer ein neues Werk erstellen da kaufe ich lieber einen kleinen Betrieb der das eh schon in die kleine Schraube hier um die Ecke macht als wie dass jetzt selbst hochzuziehen zu müssen.
00:16:43: und natürlich hat irgendwann jemand ein lokales Problem gelöst.
00:16:52: dann kann ich mir das auch dann schnell dazukaufen.
00:16:55: Wenn du das zwanzig Jahre machst, dann hast du deinen Unternehmen einen großen Unterweg aber mit verschiedenen technischen Welten.
00:17:06: Und klar... Dann kommt halt irgendwann.
00:17:09: jetzt standardisieren wir halt mal alles.
00:17:11: Jetzt bringen wir alles zusammen und alles wird gleich funktionieren und alles zentralisiert.
00:17:14: und sowieso ich bin ein großer Fan von Standards.
00:17:19: Keine Frage!
00:17:20: Aber nicht davon Dinge zu standardisierend nur weil sie damit gleich aussehen.
00:17:25: Und auf der anderen Seite, jedes Werk entscheidet halt selbst wie es funktioniert und das ist genau so soll's sein und nicht anders.
00:17:35: Aber was die Datenlage angeht oder bzw auch die Entscheidungslage gibt eine zentrale Frage, die nicht lauten sollte zentral- oder dezentral?
00:17:49: Die Frage stellt man natürlich schön in normalen Softwarearchitekturen aber wenn so ein Werke geht vielleicht um etwas anderes Denn da sollte die eigentliche Frage lauten, was muss gleich sein und wo bringt Unterschiedlichkeit tatsächlich einen Vorteil?
00:18:04: Denn manche Dinge müssen global funktionieren.
00:18:06: Und bei anderen ist eine lokale Lösung völlig okay und ausreichend.
00:18:10: aber die Abweichungen sollten bewusst getroffen und gesetzt sein.
00:18:14: Und nicht das haben wir halt immer schon so gemacht sondern Wir machen es hier anders weil Und das ist ein großer Unterschied und ich habe das sehr häufig erlebt, dass auch zum Beispiel gerade diese Vertriebsstrukturen in einem Land der sehr landschaftlich aufgebautes RSV-Industrie zentralisiertes Land.
00:18:36: da funktionieren die Gegebenheiten an, also wenn ich da ein Werk hinstelle dann habe ich da komplett andere Gegegenheiten und damit muss sich halt umgehen lernen und wer das nicht umgehen kann der wird schnell scheitern.
00:18:47: Dazu brauche ich jetzt kein Master in Betriebswirtschaft haben denn jede diese Abweichung hat irgendwo einen Preis.
00:18:56: und damit landen wir wieder bei meinem Lieblingsthema.
00:19:04: Kapitel V Die Lizenz ist meistens nicht das eigentliche Kostenproblem.
00:19:11: Im Manufacturing steckt ein großer Teil der Kosten, nicht im einzelnen System sondern in der Komplexität zwischen den Systemen und vor allem den Werken.
00:19:24: Natürlich haben wir die ständigen normalen Probleme, Lizenzkostenbetrieb, Infrastruktur und was ich war, Support Service usw.
00:19:34: Aber das sind häufig die einfachsten Zahlen und die kann sich jeder schnell in einer mathematischen Formel zusammenziehen.
00:19:41: Spannender wird es dort, wo Unterschiede anfangen.
00:19:45: Zum Beispiel ein typischer Kostentreiber im Manufacturing nicht.
00:19:52: aber Werk A macht etwas anders als Merk B, dafür brauche ich eine zweite Integration und dann braucht jemand anderes Know-how.
00:20:03: Dann verändere sich ein Prozess und schon beim fünften Mal weißt du schon was los ist.
00:20:09: und genau dort beginnt halt die Komplexität Geld zu kosten.
00:20:13: also dieses Muster an Denken ist bisschen falsch.
00:20:20: Ein weiteres Thema oder ein Beispiel normal wäre zwei Werke haben unterschiedliche Lösungen für den selben Zweck.
00:20:31: Das kann vollkommen richtig sein, aber dann will ich schon was wissen... Ich möchte wissen, was bringt mir diese Unterschiedlichkeit und was kostet sie mich?
00:20:43: Und wäre eine Vereinheitlichung wirklich günstiger?
00:20:50: Denn auch Standardisierung ist nicht kostenlos, Leute.
00:20:55: Glaubts das bitte nicht was man euch verzapft Die wichtige Gegenposition die wir hier einnehmen sollten.
00:21:03: Also ich würde nie sagen welche System sind automatisch besser?
00:21:08: Das wäre viel zu einfach.
00:21:10: Ein zweites System kann völlig sinnvoll sein.
00:21:14: Eine zweite Lösung kann sogar billiger sein.
00:21:16: Entscheidende ist vor allem verstehen wir bewusst Warum wird diese Komplexität besitzen?
00:21:24: Und genau deshalb reicht mir der TCO als reiner Kostenrechnung nicht aus.
00:21:29: Ich will schon wissen, warum entstehen diese Kosten und welche Entscheidungen hat sie erzeugt.
00:21:38: Nehme da mal, wenn wir umstehen die Kosten.
00:21:40: Aber welche Abhängigkeiten stecken dahinter?
00:21:42: so und dann will ich wissen, welche Entscheidung hat sich erzeugen und kann ich daran überhaupt etwas verändern.
00:21:50: Und damit sind wir eigentlich schon wieder mitten in einer Frage, was Enterprise-Architektur in so einem Unternehmen tatsächlich leisten sollte.
00:22:04: Kapitel sechs, ERM muss nicht die Fabrik regieren.
00:22:09: Enterprise Architekture soll im Manifektor im Umfeld nicht alles zentral kontrollieren wie ich finde.
00:22:18: Darüber lasst sie natürlich streiten.
00:22:20: aber sie muss dafür eher sorgen dass halt hat lokale Entscheidungen nicht irgendwann die Steuerbarkeit der gesamten Unternehmen zerstören.
00:22:29: Und ich glaube halt nicht daran, dass ein Enterprise-Architekt jede Maschine verstehen muss.
00:22:36: also mich interessiert zu ehrlich gesagt nicht wie das funktioniert in der Tiefe.
00:22:41: Ich muss es ehrlich gesagt auch nicht wissen.
00:22:45: dafür gibt es einfach andere Rollen und vor allem Spezialisten die mir das dann auch irgendwie übersetzen was das Ding tut.
00:22:51: Meine Aufgabe liegt natürlich woanders.
00:22:53: Und zwar muss ich eher ledig verstehen, welche Fähigkeiten sind wirklich wichtig dahinter und welche Produkte und Informationen hängen daran?
00:23:04: Welche Anwendung unterstützt diese Fähigkeit?
00:23:07: Wo existieren kritische Abhängigkeiten?
00:23:09: und vor allem, wohin stehen meine Risiken durch Lifecycle oder Komplexität?
00:23:16: Das ist eine andere Flughöhe, dennoch interessiert mich Persönlich dann schon das eine oder andere in der Tiefe von den Funktionitäten der Geräte, die da produzieren.
00:23:28: Das ist schon eine eigene Welt für sich wie ich finde.
00:23:32: Für mich verbindet Enterprise-Architektur einfach hier klassisch Business, die Produkte, die Data Anwendungen Technologien und die Produktionen Und nicht um alles zu kontrollieren sondern und so fehl verhindern eigentlich, dass diese Welten unabhängig voneinander entscheiden.
00:23:52: Und meine Position, also gerade im Manufacturing-Architekturumfeld bedeutet für mich nicht eine Fabrik aus irgendeinem zentralen Elfenbeinturm zu stabilisieren oder zu standardisieren.
00:24:10: Es ist ehrlich gesagt gerade aus meiner Dienstleistung das ich gar nicht möglich das zu machen.
00:24:14: Dennoch gibt man hier an der einen oder anderen Stelle natürlich Empfehlungen ab.
00:24:18: Umso mehr Standardisierung man einfügt, umso mehr Auswirkungen hat das dann auf die Unternehmen, die dranhängen und den werken.
00:24:26: Somit geht es mir eigentlich persönlich immer darum genug gemeinsamer Struktur zu schaffen und damit halt dass die lokale Freiheit möglich bleiben ohne dass daraus fünf Unternehmen innerhalb eines Unternehmens entstehen.
00:24:45: Und somit sind wir auch schon wieder am Schluss der Folge angekommen.
00:24:51: Also produzierende Unternehmen zeigen sehr gut, warum gerade Enterprise-Architektur mehr ist als eine Applikationslandschaft.
00:25:00: Hier treffen einfach extreme unterschiedliche Welten aufeinander und was Business und Produktion angeht Software und Maschinen also gerade digitale Lösungen die ich im operativen Umfeld benötige aber danach im Produktionsumfeld.
00:25:14: Ich habe globale Standorte und auch lokale Werke und sehr lange Lebenszyklen.
00:25:21: Und all das muss gleichzeitig funktionieren, da kannst die Transformation auch nicht einfach stoppen und sagen so ja jetzt wir produzieren jetzt mal zwei Jahre nix und bauen erstmal unsere Architektur um.
00:25:34: der Laden muss natürlich weiterlaufen und somit ist auch dass das Doing dahinter ein bisschen komplexer und man muss gerade viel auf Kritikalität achten um das zu stabilisieren.
00:25:47: Ein Takeaway was ich dir mitgeben möchte Enterprise-Architektur ist vielleicht in ihren Methoden branchenneutral, aber ihre Wirkung ist es sicher nicht.
00:25:58: Und ja, Manifektring ist dafür für mich ein sehr gutes Beispiel netto.
00:26:02: Ein kurzer Ausblick noch zur nächsten Folge hier werden wir uns bis in auch im Manifaktring Umfeld aufhalten in einem industriellen Wertschöpfungs Netzwerk und den Zulieferern.
00:26:21: Super spannend!
00:26:23: Hoffentlich bist du wieder dabei.
00:26:25: Servus und Papa, bis auf Pipe!
Neuer Kommentar